Insekt des Jahres 2012 - Der Hirschkäfer (Lucanus cervus)

Unser größter europäischer Käfer wurde für das Jahr 2012 zum "Insekt des Jahres" gewählt.
Die Tiere (zumindest die männlichen) fallen nicht nur durch ihre Größe von bis zu 8 cm, sondern besonders durch die geweihartig vergrößerten Mandibel (das sind die Oberkiefer) auf.
Diese werden im Kampf zwischen den Männchen eingesetzt, es wird gezogen und geschoben, bis der kräftigere Kämpfer den Kontrahenten packen und "ausheben" kann. Solche so genannten Kommentkämpfe klären das Recht des Stärkeren, ohne dass der Unterlegene verletzt wird.
Inzwischen ist diese besondere Käferart bei uns leider sehr selten geworden, da der geeignete Lebensraum für ihn immer mehr verschwindet.
Einerseits hängt das mit seiner Ernährung zusammen, da sich die Tiere von Baumsäften ernähren und entsprechen "leckende" Bäume benötigen. Andererseits benötigen die Tiere für ihre erfolgreiche Vermehrung Eichenwälder mit genügend, langliegendem Totholz. Gerade letzteres ist problematisch, da alte Bäume vielfach entfernt werden oder aufgrund der Holzgewinnung gar nicht mehr vorhanden sind.
Die großen Larven leben in dem morschen Holz (Wurzeln, Stämmen) dieser alten Eichen, die Entwicklungszeit beträgt wenigstens 3 - 5 Jahre.













